Dienstag, 3. Juli 2012

Rezension Nordhörn- Ein Nordsee Krimi

Nordhörn - Ein Nordsee Krimi von Jürgen Rath

Infos zum Buch:
  • Broschiert: 267 Seiten
  • Verlag: Sutton Verlag; Auflage: 1 (1. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866809646
  • ISBN-13: 978-3866809642
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,6 x 2,4 cm
Inhalt (Klappentext):
Nicht gerade eine Traumaufgabe für Aushilfsarchivar Steffen Stephan: das verlotterte Archiv der Inselgemeinde Nordhörn auf Vordermann bringen. Im Winter. Auf einer sturmumtosten Nordseeinsel, auf der das Wirtschaftswunder auch 1959 immer noch nicht angekommen ist. Wenn wenigstens die Einheimischen etwas zugänglicher wären. Aber nein, irgendwie scheint sich hier jeder davor zu fürchten, dass Stephan im Archiv etwas Belastendes entdeckt. Als er erfährt, dass sein Vorgänger vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, wird ihm langsam mulmig. Doch als pflichtbewusster Beamter macht Stephan unbeirrbar weiter. Bis die Verbindung zum Festland vom Eisgang unterbrochen wird und die Feindseligkeit in offene Gewalt umschlägt. Stephan wird gejagt. Auf einer Insel!

Meine Meinung:
Der Archivar Steffen Stephan wird im Jahre 1959 auf die Nordseeinsel Nordhörn geschickt um dort das Archiv der kleinen Insel zu überarbeiten. Keine leichte Aufgabe, wie der zurückhaltende Beamte schnell feststellt, denn vor wenigen Jahren hat es dort gebrannt, in diesem Feuer kam auch sein Vorgänger unter seltsamen Umständen ums Leben. Schnell merkt Stephan, dass auch er gefährlich lebt. Was verbergen die Inselbewohner??

Im Großen und Ganzen ist das Buch flüssig zu lesen und spannend geschrieben. Besonders gegen Ende konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen, ohne mir Gedanken um den weiteren Verlauf zu machen. Der Wechsel zwischen dem Jahr 1959 und dem Jahr 1938 macht es besonders interessant, auch wenn ich anfangs die beiden Geschichten nicht miteinander in Verbindung bringen konnte. Schnell merkt man aber, dass dieser lange zurückliegende Fall wohl etwas entscheidendes enthält und wer aufmerksam liest weiß ab dem letzten Rückblick ins Jahre 1938 auch wer der Mörder und sein "Gehilfe" ist.
Im Jahr 1959 ist der große Wirtschaftsaufschwung deutlich zu spüren, auf der kleinen Insel jedoch ist noch viel vom Krieg und den Nachwirkungen die Rede, auch dass es der Insel finanziell nicht gut geht.
Die Örtlichkeit hat mich sehr angesprochen, eine eingeschworene Inselgemeinschaft im Winter ist eine Klasse Möglichkeit für Intrigen und allerlei krimineller Energien, man spürt förmlich die unwirtliche Gegend.
Auch, dass der Autor aus dem nautischen Bereich kommt, ist im Buch angenehm zu spüren, trotz all der Fachbegriffe findet sich auch ein Laie schnell mit dem Vokabular zurecht.
Der Schluss hätte für meinen Geschmack ausführlicher sein dürfen, denn so ganz kam ich nicht hinter die ganze Geschichte.
Die Problematik mit dem Taxifahrer Ziegler, der Steffen Stephan auf dem Festland erwartet und ihm anscheinend nicht wohl gesonnen ist, wird eigentlich nur angeschnitten und man weiß nichts genaues. Gerade das hätte mich aber auch interessiert.

Mir gefiel das Buch wirklich gut und ich kann es für Krimifreunde weiterempfehlen. Da ich selbst aus dem tiefsten Bayern stamme und mit den Nordlichtern und der Seefahrt wenig bis gar nichts zu tun habe, macht wohl noch einen gewissen zusätzlichen Reiz aus.

Das kostenlose Leseexemplar wurde mir vom Sutton Verlag, sowie von Blogg dein Buch zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür.
Das Buch kann hier käuflich erworben werden.


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