Montag, 15. Februar 2010

Die Krankenhausgeschichte des Monats

So jetzt hab ich etwas Zeit die Odyssee hier zu verewigen.
Ich hatte mir am Wochenende noch so richtig Streß gemacht, Wohnung geputzt, Kinderzimmer fast fertig eingerichtet und abends dann Raclette für 6 Personen ausgerichtet, tags drauf waren dann die Eltern meines Freundes und sein Bruder mit Frau zum Kaffee da, also Kuchen gebacken. Am Montag hab ich dann auch noch rum gewerkelt und bin um 18 Uhr zum Vorbereitungskurs, am Dienstag war ich in meinem Wunschkrankenhaus, hab da noch so einiges erledigt und bin noch beim Einkaufen gewesen. Tja das war wohl zuviel des Guten, zumindest ist das meine Erklärung für die Vorfälle.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bekam ich dann Blutungen und ziemliche Bauchschmerzen. Zuerst dachte ich mir es wird schon vorbei gehen, vor allem da mir meine Gyn auf dem AB bestätigte etwas Blut sei nicht schlimm, nur wenn Schmerzen dazu kommen sollte ich mich melden und die kamen dann. Zumindest kannte ich solche Schmerzen bisher nicht und als die Blutungen bis zum Morgen nicht weg waren bin ich eben doch zur Gyn. Die meinte dann ich hätte gleich in der Nacht noch ins Krankenhaus fahren sollen.

Jedenfalls hat sie mich dann eingewiesen, das war am 10.02. mittags. Ich bin nach Hause, hab gepackt und bin ins Krankenhaus gefahren, ich hab aber dummerweise nicht mehr daran gedacht, dass ich dort nicht aufgenommen werde wo ich entbinden wollte weil die keine Frühchenstation haben und von dort wurde ich dann wieder weiter geschickt ins das große Klinikum. Jetzt weiß ich auch, dass ich dort so weit es irgendwie geht sicher nicht entbinden möchte.
Schatzi und ich sind dann nach der Anmeldung zum Kreissaal hoch, dort wurde erstmal CTG geschrieben nochmal alles aufgenommen. Die Hebamme fragte dann ob ich verheiratet sei, ich antwortete "Nein", dann dreht sie sich um mit hochgezogener Augenbraue und fragt nochmal: "Sie sind nicht verheiratet?" Ich war schon kurz davor mich zu entschuldigen, aber eigentlich dürfte das doch wohl nicht so ungewöhnlich sein. Ja wir bekommen ein uneheliches Kind, steinigen sie mich jetzt?
Nach der groben Untersuchung des Oberarztes, der sich nicht mit mir sondern mit einer Ärztin in Ausbildung unterhielt, wurde mir dann ein Zimmer zugewiesen, es hieß man hätte nichts bedrohliches feststellen können aber für 1-2 Tage müsse ich zur Beobachtung bleiben. Man hat mir Unmengen Blut abgenommen und mich an einen Wehenhemmer angeschlossen, Wehen hätte ich aber nie gehabt. Schon interessant was mir dann an Medikamenten rein gepumpt wurde und wenn man nachgefragt hat gabs nur dumme Kommentare. Die Hebammen und die Schwestern liebten sich auch nicht gerade, gefunden wurde weiterhin nichts, 2x am Tag wurde CTG geschrieben, dem Baby gings aber gut, ich hatte keinerlei Blutungen mehr, die Schmerzen waren weg und weder der Gebärmutterhals war verkürzt, noch der Muttermund war geöffnet.

Ich fragte dann am Freitag nach ob ich denn nicht nach Hause gehen könnte, da wurde ich nur angeschnauzt, dass immer alle heim gehen wollen und sie sich freuen würden wenn ihnen mal langweilig wäre, so wie uns. Es hieß übers Wochenende müsse ich auf jeden Fall bleiben, ich war erstmal fertig mit den Nerven, hab erst Schatzi voll geheult und dann meine Familie. Klar machte ich mir Sorgen um unser Baby aber allem Anschein nach war gar nichts groß gewesen und von Anfang an sagte man mir das sei alles übertrieben.
Am Samstag war dann wieder eine andere Ärztin zur Visite da, die mich fragte was ich eigentlich hier noch wolle, es sei doch nichts gefunden worden, da war ich erstmal perplex. Den anderen hatte sie auch teilweise was ganz anderes gesagt als die Ärztin vor ihr, da weiß wirklich einer nicht was der andere tut.
Die Wehenhemmer wurden bereits Samstag abgesetzt, Lungenreife war gespritzt worden, so wurde ich dann am Sonntag nach nochmaligem CTG und Ultraschall entlassen, Baby geht’s nach wie vor gut. Was genau es nun war weiß keiner. Es war einfach eine Blutung, jetzt solle ich mich schonen und vorsichtig sein.

Ich hoffe ja sehr, dass unser Baby noch da bleibt wo es sein soll und ich dann letztenendes in mein Wunschkrankenhaus gehen kann.

Jetzt bin ich erstmal brav und tue nur das Notwendigste.

1 Kommentar:

  1. Du meine Güte, welches Krankenhaus war es denn? Da fällt einem ja nichts mehr ein...

    Das wichtigste ist aber, dass es dir und dem Baby gut geht. Ich wünsche dir für die Geburt alles Gute!

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Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!!